Die richtige Körperposition auf dem Motorrad ist nicht nur für den Komfort des Fahrers entscheidend, sondern auch für seine Sicherheit und die Handhabung der Maschine. Eine passende Körperhaltung muss trainiert werden, und unabhängig davon, ob man Anfänger oder erfahrener Fahrer ist, kann die richtige Technik das Fahren erheblich verbessern, die Ermüdung verringern und als Bonus die Kontrolle über das Motorrad erhöhen.

Körperhaltung je nach Motorradtyp
Die Position wird in erster Linie durch die Konstruktion des Motorrads bestimmt. Jeder Motorradtyp erfordert eine andere Körperhaltung. Wenn du ein Sportmotorrad fährst, liegt das meiste Gewicht auf den Händen. Gleichzeitig sind die Knie stark gebeugt, und du musst damit rechnen, dass dein Beifahrer das Gleichgewicht erheblich verändert und seinen Komfort auf dem Sozius fast nicht vorhanden ist. Auf einem Naked Bike verteilt sich das Gewicht auf drei Punkte – Hände, Gesäß und Fußrasten. Die Fahrt ist entspannt, aber du musst den Luftwiderstand überwinden. Auf einem Touren- und Enduromotorrad ist die entspannte Position am besten. Die Konstruktion der Maschine bietet einen hohen Schutz vor Witterungseinflüssen, aber das höhere Gewicht der Maschine macht sich beim Anhalten und bei der Handhabung auf engem Raum bemerkbar. Fahrer und Beifahrer haben auch auf längeren Strecken genügend Komfort. Bei einem Chopper leidet vor allem die Lendenwirbelsäule, da der Fahrer senkrecht zum Sitz sitzt und alle Stöße auf den Rücken wirken. Auf einem Roller sitzt du aufrecht, brauchst keine Angst vor Kurven zu haben und solltest deinen Beifahrer anweisen, sich mit dir in die gleiche Richtung zu lehnen.
Tipps für eine sichere und komfortable Fahrt
Die richtige Körperhaltung muss trainiert und an deine individuellen Bedürfnisse und deinen Fahrstil angepasst werden. Im Allgemeinen solltest du bewährten Ratschlägen folgen. Zuallererst: Entspanne dich, das ist die Grundlage. Halte den Oberkörper, insbesondere die Arme und Ellbogen, vollkommen entspannt und versuche, mehr mit Gewichtsverlagerung zu arbeiten, anstatt mit Kraft über die Hände. Du wirst überrascht sein, wie viel Energie du dadurch sparst!
Beim Kurvenfahren solltest du dich leicht aus dem Sitz lehnen (etwa mit halbem Gesäß). Manche bevorzugen eine weiter hinten liegende Sitzposition, während anderen das Anlehnen an den Tank besser gefällt. Auf keinen Fall solltest du dich eingeschränkt fühlen oder Krämpfe bekommen. Die Arbeit mit deinem Körpergewicht hilft dir, die Kurve sicher und gleichzeitig zügig zu durchfahren. Achte auch auf deine Geschwindigkeit. Bei einer entspannten, touristischen Fahrt besteht kein Grund, sich in den Kurven herauszulehnen. Stattdessen reicht es, mit dem Oberkörper zu arbeiten, ihn in Richtung des inneren Rückspiegels zu neigen, den Kopf entspannt zu halten und für die richtige Blickrichtung zu sorgen.
Stelle auch beim Bremsen und Anfahren die richtige Position ein. Hier ist es wichtig, sich nicht krampfhaft an den Lenker zu klammern und sich nicht unnötig darauf abzustützen. Dadurch verlierst du das Gefühl für die Steuerung der Hebel. Übe auch den Einsatz der Finger, manche bevorzugen es, mehr Finger zur Bedienung der Hebel zu nutzen, aber allgemein werden zwei Finger empfohlen – das hilft, die Dosierung feinfühliger zu gestalten. Bei einem schnellen Anfahren solltest du dich nicht starr in die Fußrasten stemmen, da das Motorrad dadurch kippen und abbiegen könnte. In Kurven konzentriere dich auf die Zehenspitzen auf den Fußrasten, da du sonst deine Schräglage unnötig einschränken könntest, was sogar gefährlich sein kann!
Beim Training der richtigen Positionen auf dem Motorrad wirst du überrascht sein, wie schnell sich deine Leistung verbessert. Die ideale Körperhaltung ermöglicht es dir, schneller und effizienter zu fahren!
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Autor des Artikels: Jana Prnková