Vorsicht vor betrügerischen Kopien des Online-Shops. Kaufen Sie nur auf offiziellen Motozem-Domains ein.
Vorsicht vor betrügerischen Kopien des Online-Shops. Kaufen Sie nur auf offiziellen Motozem-Domains ein.

Assistenzsysteme am Motorrad

13. 9. 2024

Lesezeit: 6 Min.

Ihre Bedeutung ist unbestreitbar; im Gegenteil, sie sind zunehmend gefragt und ausgeklügelt, um die Sicherheit und den Komfort jedes Fahrers zu erhöhen. Der präventive Charakter der Assistenzsysteme zeigt sich in kritischen Situationen, in denen diese Systeme einen Teil der Kontrolle über das Motorrad übernehmen oder dem Fahrer vorübergehend helfen, eine Krisensituation zu bewältigen. Assistenzsysteme tragen erheblich zur Reduzierung der Anzahl von Verkehrsunfällen bei, da Motorräder mit dieser Ausstattung den Fahrern mehr Sicherheit und Komfort bieten, wodurch der Betrieb von Motorrädern deutlich effizienter und wirtschaftlicher wird.

 

Auf der anderen Seite handelt es sich um Technik, die jederzeit versagen kann. Daher sollten Motorradfahrer sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und in der Überzeugung fahren, dass diese fortschrittlichen Funktionen eine Krisensituation auf der Straße für sie lösen werden. Es gilt immer, dass der Fahrer die richtige intuitive Reaktion haben sollte, die ganz unterbewusst kommt. Es gibt eine Reihe von Assistenzsystemen; lassen Sie uns diese kurz vorstellen.

ABS, CBS, EBS – es handelt sich um Antiblockiersysteme moderner Bremsen. Das Anti-lock Brake System (ABS) verhindert das Blockieren des Rades beim Bremsen. In dem Moment, in dem ABS eingreift, wird das Motorrad kurzzeitig weniger stark abgebremst, was den Bremsweg verlängert. ABS ist besonders bei Straßenmotorrädern von Vorteil und ist seit 2016 für alle neuen Motorräder Pflicht. CBS (Combined Braking System) stellt ein kombiniertes Bremssystem dar, das die Vorder- und Hinterradbremsen miteinander verbindet. Dieses System ist nicht für Motorräder im Gelände oder auf Rennstrecken geeignet, sondern kommt besonders Anfängern zugute, da sie mit diesem System das Verhalten des Motorrads beim Bremsen besser verstehen.

MSC – verhindert das Rutschen beim Bremsen in Schräglage. Die Einheit MSC (Motorcycle Stability Control) kann das Verhalten des Rades beim Bremsen in Schräglage bewerten. Sie verhindert das Umkippen des Motorrads, das Rutschen des Hinterrades beim Beschleunigen in Schräglage sowie das Anheben des Vorderrades. Denken Sie jedoch daran, dass auch bei Verwendung des MSC-Systems die physikalischen Gesetze gelten. Motorräder mit diesem System sind vor allem Reise- und Sportmotorräder, und in Zukunft wird dieses System auch bei weiteren Motorradtypen zu finden sein.

ASC, DSC, DTC, TC – Traktionskontrollsysteme, die das Durchdrehen des Hinterrads beim Beschleunigen verhindern oder anpassen. Dieser effektive Assistent ist ideal für Rennstrecken und Straßen, kann jedoch nicht zu 100 % vertraut werden, da er bei unvorsichtigem und schnellem Gasgeben möglicherweise nicht schnell genug reagiert. Betrachten Sie ihn daher eher als „Sicherheitsnetz“. Die Kontrolle des Anhebens des Vorder- und Hinterrades ist besonders bei aggressivem Bremsen wichtig. Das Kontrollsystem arbeitet mit dem ABS zusammen und hilft somit, das Hinterrad bei starkem Bremsen weiterhin auf der Straße zu halten. Verlassen Sie sich jedoch nicht ausschließlich auf dieses System, da es stark vom Fahrstil, der Erfahrung des Fahrers und der ungeschickten Bremsung des Vorderrades abhängt.

LC – also Launch Control für schnellen Start, arbeitet mit der Kontrolle des Anhebens des Vorderrades und einem Drehzahlbegrenzer. Allerdings kann das Motorrad bei schnellem und unempfindlichem Loslassen der Kupplung leicht umkippen. Daher ist es wichtig, die Kupplung bei der Verwendung von LC sensibel zu dosieren. Dieser Assistent findet insbesondere bei Sport- und Rennmotorrädern auf der Rennstrecke Anwendung.

Quickshifter – Nutzen Sie ihn im normalen Verkehr, da Ihre Fahrt dadurch flüssiger und stabiler wird. Das Assistenzsystem Quickshifter ist oft Bestandteil ausgewählter Motorräder, kann aber auch nachgerüstet werden. Seine Grundfunktion besteht darin, das Drehmoment über das Getriebe zu unterbrechen. Quickshifting ist besonders effektiv bei höheren Drehzahlen, wenn der Motor unter Last steht. Achten Sie auf die Sensibilität des Systems; es ist daher hauptsächlich für Renn- und Sportmotorräder geeignet.

Tempomat – dient dazu, die eingestellte Geschwindigkeit des Motorrads beizubehalten. Nutzen Sie ihn so oft wie möglich, idealerweise auf langen Strecken und Autobahnen. Ihre Fahrt wird dadurch gleichmäßiger, und die Ermüdung wird reduziert. Verwenden Sie den Tempomaten nicht im erhöhten Verkehr, wo es nötig ist, die Geschwindigkeit zu ändern und häufig zu bremsen.

DDC – es handelt sich um ein System mit halbaktivem Fahrwerk, aus dem Englischen „Dynamic Drive Control“. Es verarbeitet Daten von Sensoren und passt in Echtzeit die Härte und Funktion der Federung an. Ziel ist es, den Komfort und das Verhalten des Motorrads auf der Straße zu verbessern. Damit das halbaktive Fahrwerk funktioniert, muss der Motor gestartet sein; wenn die Zündung ausgeschaltet wird, schaltet dieses System auf die härteste Einstellung. Wenn Sie ein Reise- oder Sportmotorrad mit konventionellem und halbaktivem Fahrwerk testen, werden Sie die unterschiedlichen Fahrverhalten spüren und eine klare Vorstellung davon bekommen.

ESA – die Assistenz für elektronisch einstellbares Fahrwerk wird besonders auf unebenen Straßen geschätzt. Electronic Suspension Adjustment bietet eine Steuereinheit mit voreingestellten Fahrmodi zur Anpassung des Fahrwerks. In einigen Situationen kann das elektronisch einstellbare Fahrwerk das Gefühl für das Handling beeinträchtigen, aber es wird Ihnen bei langen Fahrten und Motorradausflügen sehr nützlich sein.

EBC – abgeleitet von „Electronic Brake Control“, bedeutet Unterstützung beim Motorbremsen. Die Einheit unterstützt bei starkem Bremsen, hilft, die Traktion des Hinterrads aufrechtzuerhalten, und reduziert die Bremskraft des Motors. Dieser Assistent trägt zur Stabilität und Sicherheit beim Bremsen bei, ist jedoch nicht immer zuverlässig, da bei aggressivem Bremsen Instabilität auftreten kann. Eine solche Funktion ist besonders auf der Rennstrecke nützlich.

GPS – das globale Satellitennavigationssystem ermöglicht die Bestimmung der aktuellen Position und Höhe über dem Meeresspiegel. Machen Sie sich detailliert mit allen Funktionen vertraut, damit Sie das GPS vor der Fahrt sicher bedienen können. Manchmal kann es vorkommen, dass das GPS das Signal von Satelliten verliert, insbesondere in Gebieten mit hohen Gebäuden, oder es führt Sie nicht immer auf den logischsten Weg.

TPM – steht für das System zur Überwachung des aktuellen Reifendrucks. Die Funktion Tyre Pressure Monitor ist für alle Motorradtypen nützlich. Dennoch sollte daran erinnert werden, dass es sich um Elektronik handelt, die möglicherweise versagen kann. Daher ist es ratsam, gelegentlich auch eine Überprüfung mit einem kalibrierten Manometer oder einem anderen zertifizierten Messgerät vorzunehmen.

Assistenzsysteme sind intelligent und tragen zur Verbesserung der Funktionen und Fahreigenschaften des Motorrads bei. Es ist jedoch wichtig, sie richtig zu verstehen, angemessen zu nutzen und in verschiedenen Situationen gründlich zu testen.

Cookies

MotoZem und unsere Partner, einschließlich auch das Unternehmen Google, ich benötige Ihre Zustimmung zur Verwendung einzelner Daten, um Ihnen unter anderem Informationen und Werbung anzuzeigen, die Ihren Interessen entsprechen.

Informationen über die Nutzung unserer Website können an unsere Partner weitergegeben werden – weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzgrundsätze und auf der Seite Wie Google Daten verwendet.

Sie geben Ihre Zustimmung durchs Klicken auf „OK“.

Wir werden Ihre Zustimmung zum Setzen von Cookies ein Jahr lang aufbewahren. Sie können diese Einstellung jederzeit HIER ändern..

Einstellungen OK

Sie können die Zustimmung verweigern hier.