Wenn Sie sich für ein neues oder gebrauchtes Fahrrad entscheiden, geht es nicht nur um die Farbe und das Aussehen auf dem Foto. Es geht um Ergonomie, Zweck, Leistung, Betriebskosten und vor allem darum, dass das Fahrrad zu Ihnen passt - körperlich und geistig. Gehen wir Schritt für Schritt vor.

1) Machen Sie sich zunächst klar, warum und wie Sie reiten wollen
Bevor Sie anfangen, in den Basaren und Katalogen zu stöbern - halten Sie inne und geben Sie sich eine ehrliche Antwort:
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Werden Sie zur Arbeit in die Stadt pendeln?
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Wollen Sie Mehrtagestouren durch Europa machen?
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Haben Sie vor, Enduro/Soft Offroad zu fahren oder wollen Sie eher die Rennstrecken zähmen?
Die Art des Fahrrads (NakedBike, Sportbike, Cruiser, Touringbike, Adventurebike, Dual-Sport-Bike) bestimmt die meisten Parameter, mit denen Sie sich als Nächstes beschäftigen werden. Wenn Sie es nicht wissen, beginnen Sie mit dem Zweck - dann kommen Ergonomie und Leistung ins Spiel.
2) Passform und Ergonomie - Sie dürfen nicht an der Maschine "hängen".
"Auf dem Fahrrad sitzen" ist kein Selfie. Probieren Sie es körperlich aus: Setzen Sie sich hin, stellen Sie Ihre Füße mit beiden Füßen fest auf den Boden, strecken Sie den Lenker aus - wie weit reichen Sie? Wenn Sie auf den Zehenspitzen stehen, wird es nicht einmal kurz gut sein. Der Sitz, die Höhe des Lenkers, der Abstand zwischen Ihren Füßen - all das beeinflusst Ihr Fahrvergnügen und Ihre Sicherheit. Niedriger Sattel = Vertrauen beim Anhalten; höheres Fahrrad = besseres Überholen, aber schlechteres Handling in der Stadt.
3) Leistung vs. Handling - der Schlüssel für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen
Sind Sie ein Motorradanfänger? Dann gilt für Sie die Regel: weniger PS, mehr Sinn. Ein leichteres Motorrad mit "linearer" Leistung ist für Anfänger und zum Erlernen des sicheren Fahrens viel besser geeignet. Wenn Sie erfahren sind, entscheiden Sie sich für eine Leistung je nach Stil (Sport = knackige Leistung, Touring = sanftes Drehmoment). Bei gebrauchten Motorrädern sollten Sie auf die Motorhistorie und die Wartungsprotokolle achten - Leistung ohne Wartung ist nur Stress.
4) Gewicht und Auslegung - wichtiger als Sie denken
Ein schweres Motorrad kann bei hohen Geschwindigkeiten auf der Straße stabil sein, aber bei niedrigen Geschwindigkeiten und beim Manövrieren kann es Sie bremsen. Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf den Schwerpunkt und die Lastverteilung, vor allem, wenn Sie mit Packtaschen und einem Sozius unterwegs sein wollen. Bei Abenteuer- und Geländemaschinen sollten Sie sich für ein geringeres Gewicht und eine größere Bodenfreiheit entscheiden, wenn Sie auf Schotter fahren wollen.
5) Fahrwerk, Bremsen, Elektrik - sehen Sie professionell aus
Unterschätzen Sie nicht den Zustand des Fahrwerks und der Bremsen. Wenn die Bremsen ins Leere schneiden oder die Stoßdämpfer locker sind, sinkt die Sicherheit drastisch. Achten Sie bei modernen Maschinen auf ABS, Traktionskontrolle und Fahrmodi - das sind nicht nur "Spielereien", sondern erhöhen oft die Chancen auf eine ruhige Fahrt bei wechselhaftem Wetter. Prüfen Sie bei Gebrauchtwagen die Verkabelung - Elektronikprobleme können den Spaß verderben.
6) Neu oder gebraucht - Risiken und Vorteile
Seien wir ehrlich, es geht auch ums Geld. Neues Motorrad = Garantie, moderne Ausstattung, aber höherer Preis und Wertverlust. Gebraucht kann eine gute Option sein - vorausgesetzt, Sie prüfen sorgfältig die Servicehistorie, den Zustand von Kette, Reifen, Lagern, Dichtungen und Kompression. In Foren stößt man immer wieder auf grundlegende Fehler, die Käufer machen: Sie prüfen den Zustand des Fahrwerks nicht, sie kaufen nach Augenmaß auf der Grundlage einer schön fotografierten Maschine ohne Service, oder sie gehen der Herkunft und den Stürzen nicht nach. Seien Sie misstrauisch und machen Sie eine Probefahrt. Schließlich wollen Sie einen Partner, der Ihnen den Rücken freihält, also ist es gut, alles über das Singlespeed zu wissen!
7) Probefahrt - nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter
Eine Probefahrt ist Pflicht. Prüfen Sie: Wie nimmt der Motor das Gas an (ruckelt er?), wie sind die Vibrationen, gibt es kein "Klackern" beim Bremsen, schaltet das Getriebe leichtgängig und hat die Kupplung keinen "toten Punkt". Testen Sie in verschiedenen Modi - Stadt, Landstraße, wenn möglich. Lassen Sie das Motorrad nach der Probefahrt "stehen" und prüfen Sie, ob Öl oder Kraftstoff austritt.
8) Betriebsbudget - Versicherung, Service, Ersatzteile
Achten Sie nicht nur auf den Anschaffungspreis. Berücksichtigen Sie auch die Versicherung (vor allem bei jüngeren Fahrern und Hochleistungsmaschinen ist sie nicht billig), die Wartungsintervalle, den Kraftstoffverbrauch, die Kosten für Ersatzteile und die Verfügbarkeit von Serviceleistungen für die Marke. Bei einigen "exotischen" Modellen ist der Service vielleicht günstig, aber die Suche nach Ersatzteilen dauert sehr lange und kostet ein Vermögen.
9) Sicherheitsausrüstung und Preise - gehen Sie kein Risiko ein
Beim Kauf eines Motorrads geht es nicht nur um das Motorrad. Investieren Sie in einen hochwertigen Helm, eine Jacke mit Protektoren, Handschuhe und Stiefel. Kaufen Sie alles bequem von zu Hause aus bei motozem.cz oder in einem MotoZem-Laden. Wir empfehlen die Teilnahme an einem Fahrtechnikkurs oder einem anderen Training - die Erfahrung des Kurses wird Ihnen Hunderte von stressigen Momenten im Verkehr ersparen. Viele erfahrene Fahrer empfehlen dies in Gesprächen als ersten Schritt vor der Wahl einer Maschine.
10) Praktische Tipps aus den Foren - was man auf keinen Fall tun sollte
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Kaufen Sie nicht nur nach dem Foto und der "schöneren Farbe".
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Fragen Sie nach einem Serviceheft und Rechnungen.
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Berücksichtigen Sie Ihre Größe und Ihr Gewicht - manche Maschinen passen einfach nicht.
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Stellen Sie Fragen in lokalen Foren, beteiligen Sie sich an Diskussionen und scheuen Sie sich nicht, die Erfahreneren zu fragen - dort erhalten Sie oft echte Erfahrungen mit dem Modell.
Abschließend ein Rezept, wie Sie bei der Auswahl keine bösen Fehler machen
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Seien Sie sich über Ihren Zweck im Klaren.
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Probesitzen und -fahren.
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Lassen Sie sich die Servicehistorie erklären.
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Bedenken Sie Betriebskosten und Versicherung.
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Kurs und Qualitätsausrüstung sind ein Muss, keine Option.
Die Wahl eines Motorrads ist eine Mischung aus gesundem Menschenverstand, Gefühl und ein wenig Herz. Wenn Sie systematisch vorgehen - zuerst der Zweck, dann die Ergonomie, dann die Technik und die betrieblichen Gegebenheiten -, werden Sie am Ende ein Motorrad haben, das Sie glücklich macht, nicht beunruhigt.
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